Soziales Lernen am WGV – Miteinander zu einer guten Gemeinschaft!

Soziales Lernen – was ist das überhaupt?

Mit dem Sozialen Lernen möchten wir am WGV die sozialen und emotionalen Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern stärken. Wir verstehen Soziales Lernen  als lebenslangen und lebensbegleitenden Prozess, den wir durch projektorientiertes Arbeiten in Gruppen zu fördern versuchen. Zusätzlich erscheint Soziales Lernen als eine zentrale Grundkompetenz in allen Fächern, ohne die ein sinnvolles Arbeiten innerhalb der Schule nur schwer möglich wäre.

Warum ist Soziales Lernen sinnvoll?

Schule ist von Grund auf eine soziale Einrichtung. Täglich agieren die Schülerinnen und Schüler in ihrer Klassen- und Schulgemeinschaft miteinander: Sie finden Freunde, sie bilden innerhalb des Unterrichts Teams und arbeiten kooperativ, sie engagieren sich außerhalb des Unterrichts in Arbeitsgemeinschaften, sie gliedern sich je nach Situation ein oder grenzen sich ab, sie helfen und unterstützen sich fachlich und privat, sie entwickeln in Auseinandersetzung mit anderen eigene Standpunkte und sie erleben Gemeinschaft auf Wandertagen und Klassenfahrten. Schülerinnen und Schüler sind also Experten im sozialen Miteinander. Die soziale Interaktion prägt ihren Alltag ganz selbstverständlich.
Trotzdem gibt es auch immer wieder Schwierigkeiten im sozialen Miteinander. Es fällt nicht allen Schülern gleich leicht, sich in der Klassengemeinschaft zurecht zu finden und diese als einen sicheren Ort wahrzunehmen, an dem man sich aufgehoben und von dem man sich getragen fühlt. Die Gemeinschaft kann auch als Einengung, Bevormundung oder Bedrohung empfunden werden. Um aber eine positive Gemeinschaft zu schaffen, braucht es Persönlichkeiten, die bereit sind, sich für andere einzusetzen, offene und ehrliche Kommunikation zu pflegen und sowohl Stärken, als auch Schwächen von sich zu zeigen.

Die Konzeption des Sozialen Lernens am WGV und ihre Zielsetzungen

Die obligatorischen und freiwilligen Angebote des Sozialen Lernens am WGV sollen helfen, die soziale Reife der einzelnen SuS im Blick auf sich selbst, auf den anderen und auf die Gemeinschaft zu stärken. Dabei bieten wir vielfältige, erlebnisbezogene und geschlechtsspezifische Module unterschiedlichen Niveaus an. In ihren verschiedenen Zielsetzungen versuchen sie, dem Alter, dem Entwicklungsstand, der sozialen Reife und der individuellen Gruppendynamik gerecht zu werden. Einige Module, wie z.B. die Mädchen- und Jungenförderung in der Klasse 6, leiten WGV-Lehrer des Beratungsteams, die erlebnispädagogische und jungen-/mädchenspezifische Zusatzausbildungen besitzen. Bei den obligatorischen Modulen arbeiten wir mit kompeteten Partnern zusammen, die den Kindern auf Augenhöhe begegnen und sie in Projekten zu altersentsprechenden, kreativen, gemeinschaftsfördernden Aktionen herausfordern. So prägen diese ihre soziale Kompetenzen weiter aus und intensivieren ihr Verantwortungsbewusstsein. In Klasse 7 spürt Andreas Luckey von der Stätte der Begegnung z.B. den individuellen Stärken der SuS nach, um diese für die Klassengemeinschaft nutzbar zu machen. In Klasse 8 motivieren Teamer von „Schattenspringer“ die SuS zu gemeinschaftlichem Floßbau: Welcher Gruppe gelingt es, eine Konstruktion zu bauen, die die gesamte Gruppe sicher über den See trägt?
In der Einführungshase der Oberstufe findet das 2-tägige Projekt „Fit for future“  mit Andreas Luckey statt. Schwerpunkt ist die bevorstehende Oberstufenzeit. Wie kann ich das Abitur so erfolgreich wie möglich schaffen? Wie kann ich andere unterstützen? Welche Ziele verfolge ich nach der Schulzeit? Was ist mir wichtig für meine Zukunft? All diese Fragen zeigen den ganzheitlichen Ansatz des Seminars.


Das Beratungsteam des WGV ist darüber hinaus immer dann im Einsatz, wenn klassenbezogene Beratungen und Interventionen gefordert sind oder Lösungsmöglichkeiten für individuelle psychosoziale Konflikte gefunden werden müssen. Das WGV geht hier mithilfe des spezialisierten und ausgebildetem Beratungsteams des WGV und der externen Kooperationspartner einen engagierten Weg, den Schüler/innen couragiertes, soziales Handeln erfahrbar zu machen. Zielsetzung aller Module ist die Vermittlung sozialer Grundqualifikationen:

  • ein Gefühl für eine gute (Klassen-) Gemeinschaft zu entwickeln, diese zu erleben und zu fördern,
  • Kooperations- Kommunikationskompetenzen zu verbessern,
  • Empathievermögen und Hilfsbereitschaft zu entwickeln und so den Blick für den anderen zu schärfen,
  • Zivilcourage zu befördern, indem SuS Hilfestellung anbieten oder geeignete Hilfestellung in Anspruch nehmen.

 

Das Beratungsteam: Motor des Sozialen Lernens am WGV

Bereits seit acht Jahren arbeitet das Beratungsteam an der Entwicklung des Sozialen Lernens am WGV. Regelmäßige Evaluationen helfen dabei, diesen Weg weiterzugehen und Optimierungen stets im Blick zu behalten. Beratungsteam und Schulleitung des WGV sind sich sicher: Schule ohne Soziales Lernen verdrängt aktuelle Lebensrealitäten und versagt den SuS die Chance, selbst ein starker Teil einer guten Gemeinschaft zu sein. Die bisherigen Erfahrungen und Rückmeldungen des Sozialen Lernens zeigen, dass das WGV hier auf einem guten Weg ist!